Netzwerkgeld auf der Konferenz der Akteure

Menschen, die Gesellschaft selber machen, werden sich auf ihrer Konferenz der Akteure am 29. November 2017 in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin neben weiteren Themen auch mit der Idee des Netzwerkgeldes beschäftigen. Viele Projektträger Ostdeutschlands haben kein Geld – häufig noch nicht einmal den Eigenanteil für eine Förderung mit öffentlichen Mitteln. Grundsätzlich wäre genügend Geld vorhanden, aber es ist ungleichmäßig verteilt und vor allem für Projekte schwer zu erreichen. Daher wird es um ein Modell gehen, bei dem Leistungen untereinander und bei unterstützenden Unternehmen und Vereinen verrechnet werden können. Moderiert wird das Thema Netzwerkgeld durch Stephan Kämper von der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume. Die Veranstaltung stieß auf sehr großes Interesse und war in kürzester Zeit ausgebucht. Die Instrumente für das Netzwerkgeld sind bereits beim WIR, dem Neulandgewinnerprojekt „Schüler machen Geld“, beim Elbtaler in Dresden, dem Lindentaler in Leipzig und dem Lausitzer in der Lausitz im Einsatz und könnten genutzt werden.

Regionalgeld in der ARD bei LexiTV

Im August 2017 war ein Fernsehteam unterwegs in Dresden und besuchte den Elbtaler. Für das Wissensmagazin LexiTV wurden Akzeptanzstellen besucht, Initiatoren interviewt und nach der Meinung des Fachverbandes gefragt. Entstanden ist ein gut gemachter und sehr informativer Bericht, der noch in der ARD Mediathek abrufbereit ist. Hier geht es zur Sendung.

Digipay4Growth Konferenz am 23.November 2016 in Wien

Wenn Sie in einer Region leben oder arbeiten, in der Klein- und Kleinstunternehmen die Träger der regionalen Wirtschaft sind oder eine wirtschaftlich prosperierende Umgebung erhalten oder entstehen soll, dann sind Sie eingeladen, an der Digipay4Growth Konferenz am 23. November 2016 in Wien, Österreich teilzunehmen.

Es findet dort die Präsentation des europäischen Digipay4Growth Projektes und dessen Projektergebnisse statt. Im Rahmen der Digipay4Growth Konferenz erfahren Sie, wie lokale und regionale Verwaltungen und Entscheidungsträger ihren Einfluss auf die regionale Wirtschaft steigern können und so zu echten Wirtschaftsförderern werden.

"Chancen“ sind ausgezeichnete soziale Innovation

Im August 2016 wurde in Essen der jährliche N.I.C.E. Award verliehen, der Preis des Netzwerks für Innovationen in Kultur und Kreativität in Europa. Unter den „beispielhaften Modellen zur Bewältigung drängender gesellschaftlicher Fragen“ wurde auch ein Dortmunder Projekt ausgezeichnet: „Public Residence: Die Chance“ von Machbarschaft Borsig11.
Seit 2014 kursieren am Dortmunder Borsigplatz „Chancen“ – eine Kreativ-Währung, die Bewohner verwenden, um ihr Viertel mit zu gestalten. 100 davon wurden zu Beginn an jeden Interessenten ausgezahlt. Für ein Jahr waren verschiedene Künstler zu Gast, um zusammen mit ihren Nachbarn Projekte zu entwickeln und umzusetzten. Wer sich daran beteiligte, erhielt weitere Chancen, und mit denen konnte man weitere Projekte realisieren. So kam ein Kreislauf in Gang, der bis heute anhält. Nach dem Ende von „Public Residence“, nach dem Abschied der Künstler haben die Nachbarn die Initiative ergriffen und arbeiten mit ihren Chancen weiter an der Veränderung des Quartiers.